
Story:
Während einer vornehmen Gartenparty entdeckt die inzwischen erwachsene Alice ein durch das Gestrüpp huschendes, weißes Kaninchen. Die verträumte junge Frau ist so fasziniert, dass sie ihren verdutzten Freund Hamish, der ihr gerade einen Antrag machen will, einfach stehen lässt und dem Nager folgt. Dabei fällt sie durch einen Kaninchenbau in eine wundersame Traumwelt voller verrückter Geschöpfe, zurück ins Wunderland, das sie bereits 13 Jahre zuvor betreten hatte...
Kritik:
Ok wer mein Avatar Review gelesen hat weiß das ich schlimme Befürchtungen für Tim Burtons neuesten Streich gehegt hatte. Ganz so schlimm ist es dann doch nicht gekommen. Trotzdem konnte mich der Film nicht so wirklich überzeugen. Bringen wir zuerst das Lob hinter uns denn jeder der mich kennt weiß das ich viel mehr Spass am Motzen als am Loben habe. Das Wunderland ist voll und ganz gelungen, zumindest für das Stadium in dem es sich in dieser Geschichte befindet. Anders als in den beiden Lewis Carroll Büchern (eher Alice, als Trough the Looking Glass) ist es nämlich nicht ein Füllhorn an bunten und schrillen Orten sondern ein verfallener ehemaliger Kriegsschauplatz, in dem die Rote Königin mit eiserner Hand regiert. Wer also das Wunderland aus den vorherigen Verfilmungen erwartet wird somit erst mal einen Dämpfer verpasst bekommen. Hier kann Tim Burton auch mal wieder seiner Fantasie freien Lauf lassen und schafft eine recht wirkungsvolle Kulisse für seine Handlung. Auch Johnny Depp brilliert als verrückter Hutmacher wie eh und je, jedoch hätte ich mir den Charakter noch etwas verrückter gewünscht, er hält sich doch sehr mit seiner Darstellung zurück. Es kommt einem eher so vor als hätte es Cpt. Jack Sparrow ins Wunderland verschlagen(Dank dir für die Formulierung J.). Klar in einem Piratenfilm sticht so einer hervor, im Wunderland hingegen ist er nur einer von vielen. Desweiteren stehn auf der Haben Seite natürlich die Effekte die gewollt überzeichnet sind und daher, komischerweise, nicht so cartoonhaft wirkten wie bei Avatar, wo ein realistischer Look gewollt war. Mein absolutes Highlight war der Märzhase der einem so vor kam als wäre er vor 5 Minuten aus der geschlossenen Anstalt geflohen, SO hätte ich mir den Hutmacher gewünscht, und in jeder Szene allen anderen Figuren die Schau stiehlt. Jetzt zum Negativen, und Junge da gibt es so einiges. So toll der Schauplatz auch ist, die Geschichte schafft es zu keinem Zeitpunkt zu überzeugen, zu sehr entfernt sich der Film von den klassischen Büchern und versucht das Rad neu zu erfinden. Das Problem ist, das schon die Bücher keine wirklich durchgehende Narrative hatten, es waren eher Ansammlungen von Szenen mit abstrusen Charakteren, geleitet von einem kleinen roten Faden dargestellt von Alice' Wunsch nach Hause zurückzukehren. Daraus einen 2 stündigen Film zu schaffen ist schwer, und so wird auch hier eine packende Geschichte geopfert um möglichst viele Figuren aus den Büchern, und sei es nur für wenige Sekunden, ins Bild zu bekommen. Sagen wirs wies ist die Geschichte war Schrott. Gleiches gilt leider für die 3D Effekte des Films, in ruhigen Minuten voll in Ordnung, verliert man in schnelleren Sequenzen komplett den Überlick. Als Beispiel sei hier der Sturz in den Kaninchenbau genannt wärendessen man Nichts so wirklich erkennen kann. Da die Action zum Ende hin immer mehr zunimmt fällt auch das fokussieren immer schwerer, man kann sich den 3D Zuschlag also getrost sparen. Zu den Charakteren gibt es nicht viel zu sagen, da es keine gab. Selbst Alice blieb in den ganzen 2 Stunden Spielzeit mehr als blass, ohne Motive und bedeutende Konflikte, das hatte selbst der Disney Zeichentrick besser hinbekommen. Alles in allem kein Totalreinfall, aber in allen Belangen glatter Durchschnitt. Die 6 gibts auch nur wegen des Märzhasens.
Wertung 6/10

Grafisch wenig erquickend und auch die Handlung ist eher was zum einschlafen. Auch Johnny Depp kann als verrückter Hutmacher nicht gerade brillieren. Hätte man seine Rolle durch den Märzhasen besetzt könnte man der Geschichte vllt. etwas mehr abgewinnen. So bleibt das Märchen nichts anderes als eine langweilige, vorhersehbare Odyssee der Alice (zu der kann man einfach nichts sagen) durch's Gummibärland bei der man das Ende nur noch herbei fleht. Note 5
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