
Story:
Wer wäre nicht gern ein Superheld? Die Bösen verdreschen, die Guten beschützen - davon träumt auch Dave Lizewski (Aaron Johnson), ein unauffälliger, normaler High School-Schüler, nicht sehr beliebt, nicht allzu sehr beachtet von den Mädchen, wie so viele vor und nach ihm.
Aber Dave ist nicht wie die Anderen: er besorgt sich einen grünen Neoprenanzug und eine Maske, tauft sich auf den Namen Kick-Ass und zieht hinaus in die Nacht, um Verbrecher zur Strecke zu bringen, gänzlich ohne jegliche Superkräfte oder sonstige erwähnenswerte Fähigkeiten. Von Kampfkünsten mal abgesehen, denn seine ersten Einsätze bringen ihm vor allem eins ein: was aufs Maul.
Aber Dave macht unverdrossen weiter, wird via Web und Youtube zu einer populären Figur und fällt so dem Ex-Polizisten Macready (Nicolas Cag) auf, der gerade seine elfjährige Tochter Mindy (Chloe Moretz) zu einer eiskalten Killerin ausgebildet hat und mit ihr zusammen als "Bid Daddy" und "Hit Girl" auf Superheldentour geht, um sich für ein Unrecht zu rächen, das ihn die Frau und die Karriere gekostet hat. Und mit dem jungen "Red Mist" findet Dave (Christopher Mintz-Plasse) tritt anscheinend gleich noch ein Nachahmer an, mit dem man Gangsterboss D'Amico (Mark Strong) auf die Füße treten kann - doch der hat andere Beweggründe und die Sache wird zunehmend ernst...
Kritik:
Was wurde nach Kinostart in den USA über diesen Film nicht alles erzählt. Die Reviews waren durchwachsen, die einen beschwerten sich über das im Vergleich zur Graphic Novel geänderte Ende, die anderen konnten darüber hinwegsehen und fanden "Kick-Ass" durchgehend unterhaltsam. Das größte Medieninteresse erzeugte jedoch die Kontroverse darum, ob es einem kleinen Mädchen zumutbar sei, auf dem Big Screen Leute scharenweise auf brutalste Art und Weise niederzumetzeln. Dazu kann ich nur folgendes sagen: Die kleine ist Schauspielerin, und als solche in den Making of Prozess des Films involviert. Sie bekommt also aus erster Hand mit wie die Goreeffekte erschaffen werden. Somit dürfte eigentlich gar keine Kontroverse entstehen. Sie war dabei, sie weiß das alles was auf der Leinwand später passiert die harte Arbeit von VisualFX Leuten ist, und nicht real. Selbst sechsjährige verstehen wie die Welt läuft wenn man es ihnen anschaulich erklärt. Und was ist im Bezug auf brutale Taten im Film anschaulicher als diese selbst auszuführen? Ich denke die kleine hat weniger Probleme sich solche Dinge in Zukunft anzusehen als mancher Erwachsener der immer noch nicht begriffen hat das alles nur Ketchup ist. Nun aber zum eigentlichen Film. Und ich gebe hier meine persönliche Meinung als jemand wieder der die Comics noch nie gelesen hat. Was soll ich sagen der Film KICKS ASS (sorry der musste sein). Nach einem relativ gediegenen Anfang steigert sich Kick-Ass zur reinen Spassgranate der sich zu keiner Sekunde selbst ernst nimmt. Genau das braucht eine Comicverfilmung, denn sind wir mal ehrlich dieser "Mit großer Macht kommt große Verantwortung" Spider Man Müll nervt solangsam. Ich will nicht sagen das Spider Man schlecht war, filmisch sind alle 3 (ja sogar SM3) hervorragend. Jedoch hab ich genug von Emo Superhelden, dafür gibt es Batman, sonst darf das keiner. In visueller Hinsicht ist Kick-Ass aüßerst gelungen, die Kostüme, die Welt alles wirkt sehr comichaft überzeichnet, und genauso soll es sein. Großes Kompliment an Matthew Vaughn und sein Team. An der Darstellerfront sind auch keine Ausfälle zu verzeichnen. Besonders Nicolas Cage hat nach einer schwachen Phase (ich sag nur Bangkok Dangerous und Knowing *BRRRR*) mit diesem Film und dem ebenfalls grandiosen "Bad Lieutenant" bei mir mal wieder einen Volltreffer gelandet. Und zudem gibts in Kick-Ass mehr von Christopher Mintz-Plasse besser bekannt als MC-Lovin aus Superbad. Und mal ehrlich wer mochte Mc Lovin nicht? Richtig, keiner. Die musikalische Untermalung ist ebenfalls sehr gelungen, von Classic Rock bis Drum'n Bass ist alles dabei und immer passend eingesetzt. Zusammenfassend kann man sagen das der Film ein absoluter Spassbringer ist, der zeigt wie "Hirn aus, Bier rein, ablachen" Filme zu funktionieren haben (ich gucke dich an Michael Bay). Gerne mehr davon, und da der Film sich eine Option auf eine Fortsetzung offen lässt bekommen wir das hoffentlich auch. Achso hab ich schon erwähnt das eine elfjährige Leute am Fließband zerhackt und in die Luft sprengt, abknallt und alle Knochen bricht :-)
Wertung
blutgetränkte 9/10

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen